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Brustrekonstruktion mit Eigengewebe

Thema: 

Muskelgewebe oder auch Fett- und Hautgewebe wird aus dem Rücken oder dem Bauch entnommen, um damit eine neue Brust formen zu können. Das "ideale“ Gewicht der Brust wird mit ca. 300 bis höchstens 500 g taxiert. Größere Brüste können durch ihr Gewicht Haltungsschäden verursachen.

Brustkrebs

Wichtig ist, bereits vor einer Krebsoperation zu entscheiden, welche Art der Rekonstruktion gewünscht wird. Hierbei spielt natürlich auch der psychische Faktor eine sehr große Rolle, da z.B. bei einer Sofort-Rekonstruktion der Patientin die "Amputation der Brust“ nicht so sehr bewußt wird.
 
Da in diesem Fall auch die Operation länger dauert, muß der Gesundheitszustand der Patientin sehr gut sein. Wird anschließend eine Chemotherapie durchgeführt, wird meist der Patientin empfohlen, mit der Brustrekonstruktion noch zu warten, da die Heilungsdauer sich verzögern kann. Dasselbe gilt auch für die Strahlentherapie. Die Rekonstruktion wird in Vollnarkose durchgeführt.
 
Operationsarten

  •  Gewebsentfernung aus dem Rücken (Latissimus dorsi)
  •  Lappenentfernung aus dem Unterbauch (DIEP-Lappen)
  •  Gewebsentfernung aus der Bauchmuskulatur (TRAM-Lappen ca. 20-30 cm lange Entnahme bei den Schamhaaren)

 
Brustwarze
Die neue Brustwarze selbst kann erst nach dem abgeschlossenen Heilungsprozess durchgeführt werden, dazu wird ein Hautstückchen (meist aus dem Ohrlappen oder der Oberlidhaut) entfernt, eingesetzt und dann u.U. in mehreren Sitzungen tätowiert. Dies kann ambulant und in Lokalanästhesie erfolgen.
 
Korrektur
Besteht ein Unterschied an der Straffheit und Form der beiden Brüste, muss evtl. an der gesunden Brust, die meist nicht mehr so elastisch ist, eine zusätzliche Operation vorgenommen werden, dies geschieht entweder in Form einer normalen Straffung oder es muss ein Implantat eingesetzt werden. Diese Operation wird aber nur dann vollzogen, wenn die Patientin psychisch unter der Unterschiedlichkeit der Brüste leidet.
 
Nach der Operation werden Drainageschläuche für einige Tage gelegt, damit das Wundsekret abfließen kann. Das bedeutet, dass meist mit einem 1-2wöchigem Krankenhausaufenthalt gerechnet werden muss. 

Fazit: 

Operationsart

Vollnarkose

Operationsdauer

3 - 6 Stunden bei der Entnahme von Eigengewebe

Stationärer Aufenthalt

1 - 2 Wochen

Ergebnis

nach frühestens 2 Monaten beurteilbar

Arbeitsfähigkeit

  • nach ca. 3 Wochen (Rückenmuskeltechnik)
  • nach ca. 8 Wochen (TRAM-Lappen-Technik)

Risiken

  • es kann vorkommen, dass das entnommene Gewebe vom eigenen Körper nicht angenommen wird, dann muss erneut operiert werden
  • Schwellungen können für ca. 1-2 Monate bestehen
  • es können Infektionen nach der Operation auftreten

Haltbarkeit

meist dauerhaft

Ratgeber: 

Vor der Operation:

  • 10 Tage vorher keine blutverdünnende Mittel
  • 10 Tage zuvor kein Zigaretten- und Alkoholkonsum
  • auf Hormonpräparate bzw. Pillen verzichten

Nach der Operation:

  • Arm so oft wie möglich hoch lagern
  • mindestens 2 Wochen nicht duschen
  • jeden Druck auf das Operationsgebiet vermeiden
  • spezielle Gymnastik nach dem 2. Tag der Operation beginnen
  • wenn in der Bauchregion Muskelgewebe entnommen wurde, dann wird empfohlen, für einige Monate ein Mieder zu tragen
  • für mehrere Monate kein schweres Heben und Tragen
  • keine sportliche Aktivitäten für mehrere Monate
  • Krebsnachsorge-Kontrolle wird immer empfohlen

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Kommentare

Montag, März 2, 2015 - 18:36
Mandy1978

Hi Elena,

wenn Du noch nach Preisen suchst, kann ich Dir empfehlen die Suche auf deutsche Ärzte einzugrenzen. Es gibt zwar auch viele deutlich günstigere Preise in Europa, aber gerade bei einer Brustoperation tust Du Dir selbst da keinen großen Gefallen eine Klinik auszusuchen, die weit weg von Deiner Wohnung ist.

Ich hatte mich bei meiner ersten OP in Tschechien operieren lassen. Das hab ich aber scshon nach 1 Monat bereut, weil ich Nachsorge Termine hatte und immer weit reisen musste. Außerdem waren meine BWs nicht symmetrisch und ich hab das dann aber in Deutschland nachkorrigieren lassen.

Alles in allem solltest Du eher auf den Arzt als auf den Preis schaun. Das kann Dir Folgekosten sparen!

Liebe Grüße
Mandy

Anzahl an Kommentaren: 4
Donnerstag, Juni 19, 2014 - 00:23
RenateB

Hi Mulan
die Nach OP war bei mir sehr teuer, weil ich die Implantate gleich mit getauscht habe. An dem Spass vor 3 Jahren mit 5800 Euro habe ich heute noch zu knabbern. Ansonsten hast Du ja wieder eine OP über eine Stunde mit entsprechendem Aufwand und Nachwirkungen. Du hast dann wieder Deinen Spezial BH und die Nachkontrollen die nächsten Monate.
Überlegs Dir gut, bevor Du den Schritt gehst, bei minimalen Unterschieden würde ich nichts nachbessern lassen bzw. frag eine gute Freundin nach dem sichtbaren Problem :) Manchmal stellt man an sich auch zu hohe Ansprüche, die nie erreicht werden können und verliert den Blick dafür...
Renate

Anzahl an Kommentaren: 7
Mittwoch, Dezember 27, 2017 - 22:29
Fabio21

Hi,

Bei meiner Frau wurden die Implantate unter alle Brustmuskeln zu gebracht. Dabei wurden aber keine Brustmuskeln durchtrennt oder beschnitten. Der Arzt hat uns dazu erklärt, dass die Brustmuskeln bei den größeren Implantaten von dem Brustkorb abgelöst und positioniert werden. D.h. der Arzt hat die Brustmuskeln über dem Implantat an einer anderen Stelle am Brustkorb angebracht bzw. so befestigt, dass diese richtig anwachsen können.
Im Ergebnis sieht das echt toll aus ...
Grüße Fabio

Anzahl an Kommentaren: 14
Samstag, Februar 8, 2014 - 21:17
sonjaaa

Hey Lena,

die Krankenkasse zahlt nicht so einfach, wenn du nur angibst, dass Medikamente schuld sind. Das muss medizinische Gründe haben, z.B. wenn DU durch Hautfalten Hautkrankheiten an den Stellen hast oder etwas Ähnliches.
Viele Grüße,
Sonja

Anzahl an Kommentaren: 1
Sonntag, Mai 11, 2014 - 20:44
RobertS

Hi Nikole,

das kann bei so unterschiedlichen Brüsten durchaus mit einer Kostenübernahme durch die Krankenkasse klappen. Bei asymmertischen Brüsten zahlt die Krankenkasse. Such einfach einen Plastischen Chirurgen oder zuerst Deinen Frauenarzt/ärztin auf, die können Dich dabei sicher unterstützen. Die Krankenkasse zahlt nicht bei zu kleinen Brüsten.
LG Robert

Anzahl an Kommentaren: 2