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Gesäßstraffung

Thema: 

Da der Po sehr stark mit Bindegewebe ausgestattet ist wird immer noch oft von Operationen abgeraten. Um wieder einen straffen oder knackigen Po zu erhalten, muss in seltenen Fällen auch ein Implantat eingesetzt werden, das über dem Steißbein angebracht wird. Der Patient kann unter verschiedenen Größen und Formen auswählen, um die Natürlichkeit soweit wie möglich darzustellen. Die Haltbarkeit ist jedoch begrenzt und das Implantat muss nach ca.10 Jahren wieder ausgetauscht werden. Wichtig bei der Auswahl des implantats ist vor allem die Prüfung der EU-Normen.

Ursachen und Gründe

Eine genetisch veranlagte Bindegewebsschwäche und viele Diäten können im Laufe der Jahre zu einer Erschlaffung des Pos führen. Schuld daran ist vorwiegend das ständige Auf und Ab des Körpergewichts. Dabei wird die Haut extrem belastet und Sie bildet sich mit zunehmenden Alter immer schlechter zurück.

Geschlechtsunabhängig kann auch eigenes Fettgewebe zur Modellierung des Gesäß verwendet werden.

Probleme bei Eigenfett Operationen

  • Hoher Anteil an abgestorbenen Eigenfett nach der Transplantation
  • Starke Verkalkungen
  • Starker Abbau des transplantierten Fettgewebe
  • Öl-Zysten durch verletztes Fettgewebe
  • Ungleichmässige Struktur durch nicht angewachsene Fettzellen

Po Straffung mit Eigenfett – Für wen?

Für diese Operationart muss genügend Eigenfett vorhanden sein, so dass im Verfahren der Eigenfettaufbereitung ausreichend Eigenfett als Füller zur Verfügung steht. Frauen, die gerne Fett an den Oberschenkeln, am Bauch oder am Po verlieren möchten eigenen sich für diese OP.

Po Straffung Operation

Ist jedoch für das Gesäß kein Implantat notwendig, sondern nur eine Straffung des Po, kann die überschüssige Haut durch einen Schnitt in der Gesäßfalte entfernt und dadurch gestrafft werden. Das Unterhautfettgewebe kann, wenn sinnvoll, zur Proportionierung verlagert oder bei Überschuß ebenfalls entfernt werden.

Dabei wird das überschüssige Fett- und Bindegewebe reduziert und neu geformt. Der Eingriff wird in der Regel in Vollnarkose durchgeführt. Kleinere Korrekturen können auch ambulant erfolgen. Der Schnitt muss entweder oberhalb des Gesäßes über der Po-Mitte oder in der Gesäßfalte erfolgen.

Eine zusätzliche Fettabsaugung kann sinnvoll sein, wenn es gilt, die Körperkontur auszugleichen.

Fettgewebe

Grundsätzlich gibt es zwei Varianten an Fettgewebe. Weißes Fettgewebe und braunes Fettgewebe. Braunes Fettgewebe besteht aus vielen Fetttröpfchen die vorwiegend der Wärmeerzeugung dienen, aber eher selten im Körper zu finden sind. Weiße Fettzellen sind an vielen Stellen des Bindegewebes im Körper zu finden. Dabei unterscheidet man zwischen zwei  Fettarten: Depotfett in der Unterhaut um wochenlang auch ohne Nahrung auskommen zu können.  Schutzfett für Organe oder bestimmte Bereiche des Körpers wie z.B. dem Fußballen um vor mechanischer Einwirkung oder Wärmeverlust zu schützen. Zwei Drittel des Fetts liegen in der Unterhaut, der Rest vorwiegend im Bauchraum.

Fettzellen und die Energiebilanz

Fettzellen bauen sich im Normalfall auf, wenn ein dauerhafter Energieüberschuss (Kalorien) im Körper vorliegt, also mehr Energie zugeführt, als abgebaut wird. Sind neue Fettzellen hinzugekommen, ist es schwer, diese dauerhaft wieder loszuwerden. Der Abbau der Fettzellen zieht sich je nach Alter, Muskulatur, Stoffwechsel und Lebensumstände über Jahre hin. Genetisch gesehen ist das auch sinnvoll, um Zeiten mit Nahrungsmangel einfacher überbrücken zu können.

Entzieht man dem Körper Nahrung und die Energiebilanz dreht sich um, dann leeren sich die Fettzellen nur, sind aber noch in voller Anzahl vorhanden. Wenn man nun nach ein paar Monaten Training oder Diät wieder in sein altes Schema zurückfällt füllen sich die Fettzellen wieder und einige neue kommen hinzu. So kommt es zum berüchtigten Jojo-Effekt, der am Ende oft mehr Gewicht auf die Waage bringt als vor der Diät.

Preis - Kosten in Euro: 

4500 - 8500

Fazit: 

OperationsartVollnarkose
Operationsschnittnach Anzeichnung auf beiden Gesäßbacken ein ca. 8-9 cm langer Einschnitt zum Einschieben der Implantate zwischen die Gesäßmuskeln oder wenn kein Implantat notwendig ist, Einschnitt in der Gesäßfalte
Krankenhausaufenthaltca. 2 - 3 Tage mit gezielten Bewegungen, so dass Thrombosen vermieden werden
Medikation14 Tage vor der OP keine Blutgerinnungsmedikamente oder Schmerzmittel
Arbeitsfähigkeitnach ca. 3 Wochen
Beschwerdenmindestens 3 Monate
RisikenNeuerliches Einsetzen der Implantate kann notwendig werden durch:
  • Infektionen
  • schmerzhafte Verhärtungen
  • Verrutschen des Implantates
  • Knotenbildung durch undichtes Silikon-Gel
  • Entzündungen in der Nähe des Implantates
  • Nachblutungen
Resultatfrühestens nach 3 Monaten beurteilbar
HaltbarkeitMaximal 10 - 12 Jahre

Ratgeber: 

Nach der Operation:

  • Miederhose mindestens 1 Monat lang ununterbrochen tragen
  • nicht in Seiten-, sondern nur in Bauchlage schlafen
  • spezielle Kranken- bzw. Muskelgymnastik
  • keine Sonnenbestrahlung
  • ca. 4 Wochen kein Sport und starkes Heben

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