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Nasenscheidewand OP

Thema: 

Beide Nasengänge werden von einer Scheidewand (Nasenbein), die eine knöchern-knorpelige Struktur aufweist, voneinander getrennt. Deformierte Bereiche in der Nasenscheidewand können auf Wunsch und nach Notwendigkeit begradigt werden. Dieser Eingriff fällt nicht unbedingt in das Gebiet der Schönheitschirurgie, sondern unter den Begriff einer "Erkrankung", wenn Atemschwierigkeiten durch die Deformierung auftreten. Zugleich kann natürlich die Nase neu modelliert werden, wenn der Patient dies wünscht und der Arzt dies für wichtig oder notwendig erachtet.

Vor der Operation sollten Gerinnungsparameter und EKG durchgeführt werden. Diabetiker, Übergewichtige und Raucher tragen ein erhöhtes Risiko mit sich (Thrombose- und Emboliegefahr).

Ist eine ärztliche Notwendigkeit für eine Nasenscheidewand-Operation gegeben, übernimmt in den meisten Fällen die Krankenkasse die Operationskosten; folgende Krankheitsgründe können dafür den Ausschlag geben: Atemschwierigkeiten, Nasennebenhöhlenentzündungen usw.

Für die Abtragung eines Höckers, für eine Sattelnase oder für die Begradigung eines schiefen Nasenrückens wird vorab vom Chirurgen eine Fotografie erstellt. Durch die moderne Computertechnik wird dann mit dem Arzt die gewünschte mögliche neue Nasenform besprochen. Trotzdem sind dem Chirurgen Grenzen gesetzt, da eine Nasenkorrektur ein völlig verändertes Aussehen ergeben kann.

 

Operationsverlauf

  • Bei diesen Operationen wird die Nasenhaut vom Knochen und -Knorpelgerüst abgehoben
  • die Operation selbst kann meist durch die Nase oder auch durch den Mund vorgenommen werden, dazu führt der Operateur ein Licht mit einer Kamera in das Operationsfeld ein. Die Übertragung erfolgt auf einen Bildschirm
  • bei Reduzierung von Schwellkörpern werden kleine biegsame Röhrchen für ca. 6-8 Tage in der Nase befestigt
  • bestehen noch Unebenheiten, werden sie durch Füllmaterial ausgeglichen (evtl. Knorpelsubstanz aus der Nasenscheidewand oder vom Ohrknorpel)
  • muss die Operation von außen erfolgen, wird vorsichtig an der Nasenwurzel, im Ansatz der Nasenflügel oder am besten in den Augenbrauen geschnitten
  • anschließend wird meist ein Gipsverband oder ein stabiler Kunststoff (Thermoplastschiene (wasserdicht) für ca. 10 Tage angebracht. Innerhalb der Nase wird eine Tamponade eingelegt, um Blutungen aufzufangen. Nach Abschwellung kann der Gipsverband gewechselt werden
  • wenn eine Nasenverkürzung gewünscht wird, muss die Nasenspitze angehoben werden, weil sie sich im Laufe des Lebens naturgemäß wieder senkt

Preis - Kosten in Euro: 

1500 - 3000

Fazit: 

Operationsart

lokale Betäubung; meist wird aber eine Vollnarkose gewünscht, damit man die Geräusche, die bei der Operation entstehen, nicht hört

Operationsdauer

1-2 Stunden

Nachwirkungen

einige Tage meist blutunterlaufene Schwellungen (können bis zu 3 Wochen anhalten)
wurden Schwellkörper reduziert, werden kleine biegsame Röhrchen für ca. 6-8 Tage in der Nase befestigt

Arbeitsfähigkeit

nach ca. 2-4 Wochen

Nachkorrektur

Frühestens nach 6 Monaten

Haltbarkeit

nicht immer möglich (in ca. 40 % aller Fälle treten negative Veränderungen auf)

Risiken

  • Nachblutungen, Infektionen
  • häufiges Augentränen
  • Verrutschen des eingebauten Knorpelmaterials
  • evtl. minimales Taubheitsgefühl (Nase und Lippen)
  • Atmungsbehinderungen
  • Verbiegen der Nasenscheidewand
  • Pelzigkeitsgefühl in der Wange
  • bei einem Nasenkollaps (Nasenflügel fallen nach einer OP ein) muß Knorpelmaterial aus dem eigenen Körper nocheinmal eingesetzt werden (frühestens nach 6 Monaten)
OP-Erfolg

nach ca. 6 - 12 Monaten beurteilbar (bei gelungener OP ist lebenslang keine Korrektur mehr erforderlich!)

Krankenkasse

Ob die Krankenkasse die Kosten oder Teilkosten übernimmt, hängt von der OP-Art (z.B. Nasenscheidewandverkrümmung) und der psychischen Belastung für den Patienten ab

Ratgeber: 

Nach der Operation

  • viel Schonung
  • wenig Gesichtsbewegungen
  • vorsichtiges Zähneputzen, in der ersten Zeit kein Nasenputzen
  • beim Niesen weit den Mund öffnen
  • 2 Monate kein Sport
  • kein seitliches Schlafen für ca. 4-6 Wochen, am besten auf dem Rücken mit höherem Kopfteil liegen
  • ebenfalls -wenn möglich- für 1-2 Monate kein Tragen einer Brille (rechtzeitig -wenn überhaupt nötig- Kontaktlinsen besorgen)
  • keine Haarwäsche "über" dem Kopf
  • kein Baden oder heißes Duschen für mindestens 2 Wochen
  • möglichst keinen Sex in den ersten 10 Tagen
  • für 14 Tage ist Küssen verboten, weil die Oberlippe die Nase durch die Bewegung nach unten ziehen kann
  • keine Reinigungscreme oder -masken für ca. 4-5 Wochen auftragen
  • keine Sonnenbestrahlung irgendwelcher Art für mindestens 2 Monate

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