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Schweissdruesen entfernen

Thema: 

Die Schweißdrüsen OP wird in der Achselhöhle unter örtlicher Betäubung durchgeführt. Dazu werden zuerst kleine Schnitte in den Hautfalten vorgenommen. Danach wird in einem ersten Schritt ein Gemisch aus sterilem Wasser, einem Betäubungsmittel, Natriumbicarbonat sowie meist auch etwas Cortison in das Unterhautfettgewebe gespritzt. Dadurch wird der behandelte Bereich betäubt und die Fettzellen verbinden sich mit der Emulsion, die sich dadurch einfach herausspülen und mit einer feinen Kanüle absaugen lassen. Venen, Gefäße und Nerven werden so geschont. Im Anschluss an die Fettabsaugung wird der untere Bereich der Lederhaut zusätzlich abgeschabt, um die Schweißdrüsen umfassend zu entfernen.

Die Wirkung kann bei jedem Fünften nach einigen Jahren nachlassen, da die Nerven sich teilweise wieder mit den verbliebenen Schweißdrüsen verbinden und die Schweißdrüsen damit wieder ihre Arbeit aufnehmen.

Schweißdrüsen mit Botox behandeln als Alternative

Alternativ kann man die Schweissdrüsen mit Botox behandeln lassen. Die Botulinum-Lösung wird dabei in den Bereich der Achsel gespritzt. Das Behandlung hält nach der ersten Behandlung für 4 Monate, weitere Behandlungen dann für 6 Monate an.

Botulinumtoxin hemmt die Erregungsübertragung von den Nervenzellen zum Muskel, wodurch die Bewegungsfähigkeit des Muskels je nach Dosierung des Gifts immer schwächer wird. Botulinumtoxine sind von Bakterien produzierte Toxine.  Der Muskel kann darufhin nicht mehr wie gewohnt angespannt werden, andere Nervenfunktionen wie das Fühlen werden nicht beeinflusst.

Schweißdrüsen in der Achsel

Schweißdrüsen entwickeln sich während der Pupertät und regulieren durch den physikalischen Effekt der Verdunstungskälte den Wärmehaushalt des Menschen. Unter bestimmten Umständen können Schweissdrüsen Entgiftungsfunktionen des Körpers im geringen Umfang übernehmen. Weiterhin regelt der Schweiß den PH-Wert der Haut. Schweißdrüsen im Achselbereich haben Drüsenkörper mit einen Durchmesser von ca. 4 mm, liegen im Unterhautgewebe und münden in die Gänge der Haarfollikel.

Hyperhidrose

Ca. zwei Prozent der Menschen leiden an einer Hyperhidrose (übermäßige lokale oder generelle Schweißproduktion). Liegen Hormonstörungen oder andere Krankheiten vor, werden diese primär behandelt und über die Therapie die Schweißbildung reguliert.

HyperhidroseDefinition
Typ 1Vermehrtes Schwitzen mit Schwitzflecken bis zu 10 cm
Typ 2

Starkes Schwitzen mit Schwitzflecken bis zu 20 cm

Typ 3

Sehr starkes Schwitzen mit Schwitzflecken über 20 cm. Das Schwitzen tritt auch an ungewöhnlichen Stellen auf.

Kennzeichen der Hyperhidrose

  • Temperaturunabhängig
  • Nicht kontrollierbar
  • Symptome nicht während des Schlafes
  • Beginnt im Kindesalter oder als Jugendlicher
  • Mindestens 1Mal pro Woche

Preis - Kosten in Euro: 

900-2500

Fazit: 

Operationsart

meist unter Lokalanästhesie

Operationsdauer

1 - 2 Stunden

Klinikaufenthalt

Ambulant

Arbeitsfähigkeit1-2 Wochen
Risiken
  • Durchblutungsstörungen
  • Infektionen, Nachblutungen
  • Sensibilitätsstörungen im operierten Bereich
  • Kreislaufprobleme
  • Blutergüße
  • Schwellungen
Haltbarkeitdauerhaft bei 75% der OPs
Krankenkasseübernimmt die Kosten nur bei medizinisch indizierten Fällen, wenn z.b. vermehrt Pilzinfektionen durch den Schweiß auftreten oder man sich von der Gesellschaft isoliert und psychische Probleme vorliegen

Ratgeber: 

Vor der Operation:

  • 10 Tage vorher keine blutverdünnende Mittel
  • 10 Tage zuvor kein Zigaretten- und Alkoholkonsum
  • Auf Hormonpräparate bzw. die Pille verzichten
  • Achselhaare rasieren

Nach der Operation:

  • 2 Wochen duschen vermeiden, keine Sonnenbestrahlung und Saunabesuche für einige Monate
  • 2 Monate keinerlei Sport oder sonstige, schwere körperliche Arbeit
  • Auf Zigaretten- und Alkoholkonsum für mehrere Wochen verzichten

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